Ayurveda

Ayurveda


Das aus Indien stammende Ayurveda gilt als das älteste Heilverfahren der Welt.
Es geht davon aus, dass drei Energieströme unsere Körpervorgänge regeln: Vata ist zuständig für sämtliche Bewegungsabläufe und die Tätigkeit der inneren Organe (Atmung, Muskulatur, Herz, Nerven), Pitta lenkt die Stoffwechselvorgänge (Magen, Darm, Gefühlszustände) und Kapha hält die Elemente im Körper zusammen, bildet Schweiß, Schleim, Gelenksschmiere, ist für das Immunsystem verantwortlich. Sind diese Energieströme gestört, ist der Mensch krank. Zur Herstellung des Gleichgewichtes bedient sich Ayurveda 20 verschiedener Methoden unter dem Einsatz des riesigen Schatzes an Heilpflanzenwissen, regelmäßiger Bewegungsübungen, der Heilung durch Farben, Musiktherapie, Ernährungsschulung, oder der Aromatherapie

Ayurveda - die Wissenschaft vom Leben - gilt als das älteste Heilverfahren der Welt. Vor rund 2500 Jahren definierte der indische Arzt und erste bekannte Chirurg der Weltgeschichte, Sushruta, Gesundheit folgendermaßen: "Der Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeiten, des-sen Gewebe- und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zu-stand dauerhaften inneren Glücks befinden."

Das ist aber genau die gleiche Definition von Gesundheit, die die Weltgesundheitsorganisation WHO als offizieller "Stein der Weisen" erst kürzlich lieferte. Dort heißt es: "Gesundheit ist der Zustand vollkommenen körperlichen, geisti-gen und seelischen Wohlbefindens." Niedergeschrieben wurde dieses Wissen allerdings schon vor rund 5000 Jahren.

Heilkräuter nehmen in der ayurvedischen Medizin eine zentrale Stellung ein.
Diese Pflanzen werden allerdings im Sinne von "besonderen Nahrungsmitteln" gebraucht. Ihr Zweck: Überschüssiges ausscheiden und Schwachstellen kräftigen.

In einer groben Übersicht geht es dem indischen Pflanzenheilkundigen um energetische Fragen, wobei bei der Zusammenstellung des pflanzlichen Heilmittels zum Beispiel auch auf die Wirkung nach der Verdauung genauso genauso geachtet wird wie auf besondere Wirkungen, die sechs Geschmacksrichtungen und auf die Behandlung der individuellen Konstitution des Patienten.

Unter den Heilpflanzen wird zum Beispiel unterschieden zwischen umstimmenden, antiparasitischen, Bitterstoffen, schweißtreibenden, harnflussfördernden, Stuhlgang regulierenden.

Die ayurvedische Medizin kennt 20 verschiedene Methoden, die gestörte Harmonie eines Menschen wieder herzustellen. Ihr Kernsatz: Die Ursache für alle Erkrankungen liegt im Irrtum des Intellekts. Nämlich in dessen "Hinausgerichtetsein". Daher zielen auch alle 20 Methoden der indischen Heilkunst darauf ab, die Verbindung mit der "inneren Intelligenz", die die Inder Veda nennen, herzustellen.

Das ayurvedische Gesundheitssystem hat unter anderem Essensregeln entwickelt, die erstaunlich modern klingen und durchaus von Ernährungsexperten unserer Tage erstellt sein könnten.

Da heißt es unter anderem:

Der Schlüssel zur Gesundheit liegt demnach in jedem Menschen selbst.
Was zur Folge hat: Das Ayurveda kennt keine standardisierten Dosierungen, kein "dreimal täglich". Die einzunehmende Dosis hängt ab vom Alter des Patienten, seinem Körpergewicht, der Verdauungskraft, der Konstitution. Gleichermaßen Beachtung finden bei der Dosierung aber auch Schwere und Dauer der Krankheit.

Zentrale Begriffe der ayurvedischen Medizin sind Kapha, Pitta und Vata. Kapha ist das Prinzip der Ruhe und Stabilität, Pitta jenes der Aktivität und Begeisterung, und Vata das Prinzip der Bewegung. Vata, so die Lehre des Ayurveda, ist aus den Elementen Raum und Luft entstanden, es steht für jede Art von Bewegung. Darunter fallen aber auch die Funktion des Nervensystems, die Sprache, Rhythmik des Atems, Herz, Kreislauf und die Peristaltik (Bewegung) der Eingeweide. Pitta beeinflusst hingegen den Stoffwechsel und ist daher auch für die Tätigkeit des Verdauungssystems zuständig. Kapha, aus den Elementen Wasser und Erde bestehen, gibt dem Körper Form, Struktur und Gestalt und ist auch für den Flüssigkeitshaushalt zuständig. Bei körperlicher und geistiger Gesundheit sollten diese drei - Doshas nennen sie die Inder - im Gleichgewicht sein. Stimmt irgendetwas auf geistiger oder körperlicher Ebene nicht, kippt das System ins Ungleichgewicht.

Beispiele: sind Sie besorgt, gereizt, ängstlich, unruhig, dann spricht das für ein Ungleichgewicht im Vata. Auf körperlicher Ebene entspricht das: Unruhe, Krämpfe, Schlafstörungen, Gelenkknacken.Haperts mit Pitta auf der geistigen Ebene, entspricht das einer gereizten, zornigen, kritiksüchtigen Stimmung.
Das körperliche Pendant dazu ist: Fieber, starkes Hunger- oder Durstgefühl, Übersäuerung des Magens. Bei Kapha Ungleichgewicht herrscht geistige Trägheit vor, Benommenheit, depressive Stimmung, Antriebsschwäche. Körperlich signalisiert ein Kapha-Ungleichgewicht unter anderem Schweregefühl, Blut- oder Lymphstau, erhöhtes Schlafbedürfnis.

Die hier beschriebenen Zustände sind Möglichkeiten, die einen zeitlich begrenzten Zustand widerspiegeln. Wie Sie ja aus eigener Erfahrung wissen, haben Sie natürlich nicht das ganze Jahr die gleiche Stimmungslage, spüren manchmal ein Unwohlsein, klagen über einen brummenden Schädel. Daher heißt ein Ungleichgewicht in einem der Doshas noch lange nicht, dass Sie krank sind. Es sagt Ihnen vielmehr , wie ihr augenblicklicher Zustand ist, wo es hapert, worauf Sie Ihr Augenmerk lenken sollten.

Die altindische Medizin bedient sich vielfältiger Therapiemöglichkeiten, die alle unter Ayurveda laufen. So werden von ihr zum Beispiel die sieben Farben des Regenbogens genutzt, um Störungen der inneren Harmonie zu regulieren.

Die Farb-Heilung ist einer der Wege der ayurvedischen Medizin, gegen Gesundheitsstörungen vorzugehen.
Ein Beispiel für "Farbheilung"? Wickeln Sie ein Glas Wasser in buntes Papier mit der gewünschten Farbe ein. Stellen Sie es vier Stunden lang in die Sonne. Danach ist das Wasser mit den Schwingungen der jeweiligen Farbe erfüllt.

Für die einzelnen Farben gilt:
 
Rot regt die Bildung der roten Blutkörperchen an
Orange die Sexualorgane
Gelb fördert Verständnis und Intelligenz
Grün beruhigt und erzeugt Frischegefühl
Gelb-grün lindert die Nervosität und vegetative Fehlsteuerungen
Blau unterstützt den Entgiftungsmechanismus der Leber
Violett bewirkt bei Verstimmung ein Gefühl der Leichtigkeit und Fröhlichkeit


Probieren Sie es selbst einmal aus, wie solcherart energetisiertes Wasser auf Sie wirkt.

Bleiben wir gleich bei der Praxis. Wir wollen Ihnen hier noch zeigen, wie Ayurveda-Ärzte mit diversen Krankheiten umgehen.

Beispiel Akne:

Wichtigste Grundregel: Fette, scharfe und süße Speisen meiden.
Zur äußerlichen Anwendung kommt: Eine Mischung aus einem Teelöffel Ghee und einem halben Teelöffel Gelbwurzelpulver. Auf die entzündete Hautstellen auftragen. Zehn Minuten einwirken lassen, danach abwaschen. Diese Paste wirkt entzündungshemmend und fördert überdies auch noch die Wundheilung.

Beispiel Migräne:

Die Schläfen leicht mit Sandelholzpaste massieren. Die Paste kann im Do-it-youerself-Verfahren folgendermaßen hergestellt werden: Ein Esslöffel Sandelholzpulver (in einschlägigen Geschäften erhältlich) mit etwas warmem Wasser anrühren. Den Brei nach dem Einmassieren in die Schläfen rund zehn Minuten einwirken lassen, dann abwaschen. Des weiteren: Die Nasenöffnungen mit je ein bis zwei Tropfen Mandelöl einreiben, das beruhigt das Nervensystem.
Bis zum Abklingen der Schmerzen leichten und flüssigen Speisen den Vorzug geben.

Beispiel Blähungen:

Fünf Scheiben frische Ingwerwurzel mit einem Teelöffel Kreuzkümmel und einem halben Liter Wasser zum Kochen bringen. Auf ein Achtel Liter einkochen. Vor der Mahlzeit in kleinen Schlucken davon trinken. Außerdem hilft: Über den Tag verteilt mehrmals Fenchel-, Ingwer- oder Anistee trinken.

Beispiel Schuppen:

Kopfhaut am Morgen mit Sesamöl massieren. 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend die haare waschen. Das ÖL kann auch am Abend aufgetragen, einmassiert und über Nacht einwirken. Polster durch ein Tuch schützen!

Beispiel Verstauchung:

Da hilft die Gelbwurz Kurkuma. Zwei bis drei Teelöffel Kurkuma-Pulver mit Wasser und Honig zu einer Paste verrühren, auf die verstauchte Stelle auftragen. Kurkuma wirkt auf den Blutfluss anregend und ist gleichzeitig ein vorzügliches Antibiotikum.

Die Stärke dieses Medizin-Systems liegt vor allem in der Gesundheits-Vorsorge. Eingesetzt werden kann Ayurveda aber genauso zur Be-handlung von psychosomatischen (organisch-seelisch bedingten) Störungen und bei Erkrankun-gen, die sich schon über längere Zeit hinziehen.

Zum Beispiel Beschwerden mit dem Bewegungs- und Stützapparat. Ayurveda, "das Wissen vom Leben", dies seit Jahrtausenden geübte indische Volksmedizin, die daher auch auf entsprechend langen Erfahrungsschatz in Bezug auf Wirkung, Nebenwirkung und Folgen von Behandlungen zurückblicken hat, hat sich zwei ganz bedeutende Ziele gesteckt:

Die Erhaltung der Gesundheit durch richtige Lebensweise. In der westlichen Medizin spricht man von Risikofaktoren, die zu vermeiden sind wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, falsche Ernährung. Das wird auch in der indischen Volksmedizin im Grunde unter "richtiger Lebensweise" verstanden. Das zweite wichtige Ziel: Heilung von Krankheiten - und selbstverständlich vorrangig: Vorbeugung - durch die Stärkung der Selbstheilungskräfte des Körpers.
Die Diagnose der ayurvedischen Medizin beruht auf der ganzheitlichen Erfassung des Patienten, berücksichtigt seinen seelischen Momentanzustand genauso wie auch sein Umfeld. Am Anfang steht dabei die Vor-geschichte des Patienten und seines Leidens, sein psychischer Ist-Zustand!

Ayurvedische Medizin ist im echten Wortsinn noch Be-Handlung. Der Arzt fühlt mit seiner Hand den Puls des Patienten und zieht daraus seine - oft weit reichenden- Schlüsse. So kann etwa der Zustand der drei Doshas durch Fühlen des Pulses herausge-funden werden. Störungen innerhalb des Organismus können damit schon im Frühstadium erkannt werden. Auf diese Art der Pulsdiagnose stoßen wir wieder bei der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Ayurveda ist ein Medizinsystem, das den Patienten in den Gesundungsprozess mit einbindet. Daher lehrt der indische Arzt den Patienten, nicht nur Verantwortung für seine eigene Gesundheit selbst zu übernehmen, sondern auch mit den Gesetzmäßigkeiten der Natur in Einklang zu leben.
In der indischen Medizin spielen auch Massagen (Reinigungsverfahren) eine entscheidende Rolle. Sie dienen dazu, Stoffwechselabbauprodukte und Umweltgiftstoffe sanft und wirkungsvoll aus den Geweben zu lösen und aus dem Organismus aus zu schleusen.

Zur Anwendung kommen in der ayurvedischen Medizin außerdem: Ernährungsberatung, Musiktherapie und Aromatherapie.

Ayurveda

Wörtlich bedeutet Ayurveda "Wissenschaft des Lebens". Sie wurde ursprünglich mündlich überliefert und vor ca. 5000 Jahren im Atharva-Veda, einer der vier Überlieferungen der uralten indischen Hochkultur, in Sanskrit festgehalten.
Ayurveda ist eine ganzheitliche Heilkunde, die den Menschen als Ganzes, d.h. als Einheit von Körper, Geist und Seele, eingebunden in einer höheren Ordnung, betrachtet.
Die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther ist die Basis des Ayurveda. Der menschliche Körper als Ganzes (siehe oben) wird in die 3 Doshas (feinstoffliche Bioenergien) Pitta (Feuer-Wasser), Kapha (Wasser-Erde) und Vatta (Luft-Äther) eingeteilt. Wenn sich diese 3 Doshas im Gleichgewicht befinden, so führt dies zu psychischer und physischer Gesundheit.
Richtige individuelle Ernährung und Verdauung sind die Eckpfeiler des Ayurveda. Man achtet im Ayurveda auf die richtige Kombination der Lebensmittel, die Menge, die Zubereitung und die Zeit der Nahrungsaufnahme.